Letzter Tag in Wien

 

07:30 Uhr:

Warten das sollte heute unser Motto werden, doch zunächst fing der Tag an wie jeder bisherige dieser Woche: Ein letztes Mal gegen die Müdigkeit ankämpfen und aus unseren schönen, blauen, stabilen Doppelbetten klettern, ein letztes Mal duschen, anziehen und Zähneputzen, ein letztes Mal das Frühstücksbuffet besuchen und die Nuss-Nougat-Creme genießen.

 

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letztes Frühstück

 

08:45 Uhr:

 

 

Danach hieß es für uns Kofferpacken, aufräumen, Müll sammeln und die Spuren der vergangenen Tage beseitigen. Was man dabei alles findet gleicht einem Wunder, längst verschollen geglaubte Zimmerkarten tauchen plötzlich in den Tiefen eines Koffers wieder auf. 

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Nein, das ist nicht alles aus diesem Zimmer…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9:45 Uhr:

Wir treffen uns mit den Kursen am Eingang des Hostels und machen uns auf den Weg nach Hause. Ein letztes Mal fahren wir mit der Wiener U-Bahn und üben uns schonmal im Warten während die Lehrer die Tickets besorgen. Nachdem sichergestellt ist, dass jeder seine Bezugsperson gefunden hat und wir uns vollständig fühlen, geht es auch schon weiter mit der S-Bahn Richtung Flughafen.

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11:20 Uhr

Kurz nach unserer Ankunft am Flughafen können wir bereits einchecken. Dann erwartet uns eine schlechte Nachricht: unser Flug hat Verspätung und startet somit nicht wie geplant um 15:00 Uhr, sondern erst um 16:30 Uhr (unserer eigentlichen Ankunftszeit). Wir begeben uns durch die Sicherheitskontrolle und üben uns erneut im Warten.

14:00 Uhr

Wichtige Aktivitäten wie Schlafen, Netflix oder Musik hören müssen unterbrochen werden, um Kursfotos mit unseren Kursfahrtpullis zu machen. Anschließend suchen wir ein gemütlicher Platz und warten. Und warten. Und warten. Gelegentlich ertönt unsere Schulklingel.

 

die Mischung macht`s

 

 

alle bekannten Gesichter vereint

 

15:30 Uhr

Wir treffen uns erneut und sind froh, dass es bald losgeht. Doch wir üben uns erneut im Warten. Und warten.

16:00 Uhr

Und wir warten immer noch…

 

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Motivation ist da

 

16:20 Uhr

Endlich das Boarding beginnt. Alle sind erleichtert bis wir erneut stehen und warten. Diesmal auf den Bus, der uns zum Flugzeug bringen soll. Langsam verlässt uns die Geduld und die Hoffnung heute noch nach Hause zu kommen.

Zitat Julius: „Und wer schreibt den Block für Morgen?“

 

16:35 Uhr

Endlich sitzen wir alle im Flieger und es kann losgehen. Nach über 4 Stunden Aufenthalt am Flughafen sind wir erschöpft und freuen uns schon heute Abend in unsere eigenen Betten zu fallen.

 

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Auf die Plätze fertig los!

 

 

18:05 Uhr

Wir landen in Hannover und lassen eine Woche voller Fußbeschwerden, junger, freundlicher Österreicher, Ketschup-Vorfälle und Schnitzelessen hinter uns, sagen auf Wiederschaun Wien und Hallo Deutschland. Nun kehren wir ab Montag wieder zurück zu unseren Reagenzgläsern und lösen Probleme von deren Existenz du nichts wusstest, auf eine Art und Weise die du nicht verstehst.

 

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die Erinnerung bleibt bestehen

 

 

 

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Der vierte Tag in Wien

Irgendwann gegen 7:30 Uhr

Es kommt zu Regungen in den mehr oder minder bequemen Betten unserer Zimmer, ein leises Magengrummeln treibt die ersten hungrigen Schüler in den gemeinsamen Frühstückssaal. Heute ist der letzte ganz nutzbare Tag in Wien, am morgigen Tag steht leider schon unsere Abreise an. Aus gegebenem Anlass war somit noch allerlei ge-  Der vierte Tag in Wien weiterlesen

Dritter Tag in Wien

Irgendwann zwischen 7:30 Uhr und 8:30 Uhr 

Wundervolles Wecker Geklingel weckt unsere Truppe zu verschiedenen Zeiten auf. Frühstück gibt’s ab 8 Uhr und um 9 Uhr sollen wir erst draußen stehen. Warum also so früh aufstehen? Nachdem sich dann alle zusammen mehr oder weniger pünktlich getroffen haben, ging es dann auch schon auf zur U-Bahnstation, um zu unserem ersten Programmpunkt zu fahren: Die pharmaziehistorische Sammlung der Uni Wien. 

Ca. 10:00 Uhr 

Nach einem Marsch kreuz und quer übers Unigelände erreichten wir dann auch endlich die pharmaziehistorischen Sammlung der Uni Wien. Die Sammlung umfasst rund 2000 historisch interessante Objekte, sowie ca. 15000 Drogenmuster. Die gesammelten Objekte spiegeln die verschiedenen Methoden der pharmazeutischen Praxis wieder und zeugen von der Vielfalt der komplexen Rezepturen der Vergangenheit. Ein historisch interessanter Teil der Sammlung stammt von der wissenschaftlichen Expedition Novora, welche zwischen den Jahren 1857 und 1859 stattfand und verschiedene Drogen und Heilmittel, vor allem aus China und Chile, mitbrachte.IMG_4394

In den Anfängen bestand die Sammlung lediglich aus älteren Institutsbeständen aus dem Inventar der früheren Universitätsapotheke. 1977 wurde die Sammlung durch diverse Gerätschaften der K. K. Hofapotheke erweitert. Nach der Schließung der Apotheke 1991 wurden noch weitere Gerätschaften der Sammlung hinzugefügt. Die gesamte pharmaziehistorische Sammlung ist nicht nur als Einrichtung zu verstehen, sondern soll sie auch die Gelegenheit bieten, sich mit dem Thema der Pharmaziegeschichte auseinanderzusetzen.IMG_4391

13:00 Uhr 

Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir das Technische Museum Wien. Zunächst klang dieser Programmpunkt mal wieder nach ,,zwei Stunden Steine angucken“, was sich allerdings als komplette Fehlentscheidung herausstellte. Das erste Highlight war bereits eine Rutsche zur Messung der eigenen Geschwindigkeit. Ursprünglich war diese Attraktion nur die Kleinen unter uns gedacht, jedoch war dies auch eine für viele von uns Abiturienten. Weitere interaktive Ausstellungsstücke befanden sich in der in der großen Halle des Museums. Dort konnte man von Zugfahren in einer lebensgetreuen Lokomotive über die Überwachung eines Hochofens bis zur Simulation eines eigenen Nachrichtenreports alles erleben. 20171018_141058

Zudem konnte man in einem separatem Bereich diverse musikverbundene Objekte interaktiv bestaunen. Für die Musikbegabten waren verschiedene Instrumente ausgestellt, die nur darauf warteten gespielt zu werden. Weitere Ausstellungen umfassten Autos, das mobile Zeitalter, Luft- und Raumfahrtechnik und noch vieles mehr. Leider hatten wir nicht die Zeit alles anzusehen, jedoch war diese kurze Zeit gut gefüllt. 20171018_134733

 15:00 Uhr 

Nach einem kurzen Meeting durften wir wieder die Stadt in kleinen Gruppen erkunden und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. Manche gingen shoppen, manche haben einfach nur was gegessen, aber alle gingen mit Vorfreude auf die nächsten Tage müde ins Bett. 

Zweiter Tag in Wien

06:30 Uhr

Der Wecker klingelt… Leider schon Zeit um aufzustehen, um den zweiten Tag in Wien zu bestreiten. Der anstregende vorherige Tag steckt uns noch in den Knochen. Trotzdem rappeln wir uns auf und kriechen in die Dusche. Nach dem Vollbringen der üblichen Prozeduren am Morgen und einem größtenteils leckeren Frühstück, wodurch wir unseren Glykogenspeicher wieder aufladen, strotzen wir schon vor Euphorie und Tatendrang, um Informationen über das Theater in seinen prunkvollen Facetten zu erlangen.

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Die täglichen Prozeduren am Morgen

08:15 Uhr

Inständig warten wir darauf, dass die letzten Kameraden unseres Kurses dazustoßen. Mit kleinerer Verzögerung machen wir uns also dann auf den Weg in den Untergrund Wiens. In einem überfüllten Bahnabteil überqueren wir die nötigen Kilometer bis zum Theater, wobei Herr Sturm nach dem Aussteigen voraus stürmt, um nicht zu spät zum abgesprochenen Termin zu kommen. Angekommen am Theater, werden wir nach kurzer Wartezeit reingelassen.

09:00 Uhr

Ein junger, freundlicher Österreicher empfängt uns und leitet uns nach Abgabe unserer Jacken und Rucksäcke in den großen Publikumssaal des Theaters. Dort nehmen wir Platz, um dem österreichischen Dialekt des Guides zu lauschen.

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Die Suche nach einem guten Platz im Theater, um dem Guide zu lauschen

Wir erfahren, dass das Theater das zweitgrößte in Europa und somit auch das Nationaltheater Österreichs ist. Das alte Burgtheater befand sich dabei am Michaelplatz und das neue, jetzige Haus wurde erst ab dem Jahr 1874 gebaut und 1888 eröffnet. Besonders interessant ist zum Beispiel, dass es damals in der monarchischen Zeit eine Zensur der Theaterstücke gab, wodurch diese nur gut, also mit einem „happy end“ enden durften. Damit sollten bei den Zuschauern mögliche Gedanken eines Kaisersturzes aus bleiben. Das Aufzählen des Guides von einigen Beispielen, wie „Romeo und Julia“ mit gutem Ausgang, sorgt bei uns für Schmunzeln. Weiter erfahren wir, dass das Theater 1945 aufgund von Bombenangriffen fast vollständig abgebrannt ist. Nach der Rekonstruierung und Neueröffnung im selben Jahr, sowie verschiedenen Umbauarbeiten, ist es heute ein rein deutschsprachiges Theater, welches seit längerer Zeit schon als Bildungsinstitution fungiert. Somit sind die Tickets sehr preiswert, sodass die günstigstens Tickets 3,50 € kosten. Das Nationaltheater hat dabei 1111 Plätze und 250 bis 300 Bühnenarbeiter. Jeden Tag kann man sich hier eins von fünfzig verschiedenen Theaterstücken anschauen. Neben weiteren zahlreichen Informationen, die uns der Guide nahe bringt, bekommen wir auch Einblicke in viele Abteile des Gebäudes, wie z.B. hinter der Kulisse. Besonders die früher als Nebeneingänge für Kaiser und Herzog  genutzten Abteile stechen für uns heraus, weil sie sehr bemerkenswert dekoriert sind. Zudem sind es die einzigen Bereiche, welche beim Brand vom Feuer verschont blieben. Außerordentlich lustig sehen hierbei die goldenen Engel an den Kronleuchtern aus, welche unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel tatsächlich sehr ähneln. Die Zeit verfliegt schneller als erwartet, sodass wir nach dem Schluss der Führung und dem verdienten Applaus, unsere abgegebenen Sachen wieder holen und nach draußen gehen.

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Die goldene Angela Merkel

 

 

10:30 Uhr

Ein wenig Freizeit steht uns bevor… Bis 14:00 können wir uns frei bewegen, um dann fit zu sein für die wichtigste Besichtigung der Wienfahrt, die Brauereibesichtiung. So entscheiden wir nach kurzem Überlegen, dass wir uns zum Stephansplatz, dem Zentrum Wiens begeben und dort dann in ein Café  gehen. Anstatt den fünfzehn minütigen Fußmarsch auf uns zu nehmen, fahren wir natürlich mit der U-Bahn, weil wir das Wochenticket ausnutzen müssen. Nach längerer Suche der U-Bahn-Station brauchen wir im Endeffekt länger als wir es zu Fuß gebraucht hätten. Spontan überzeugt uns der wirklich schöne Anblick des Stephansdoms in ihn hinein zu schreiten. Überrascht werden wir jedoch nicht, da es im Innenraum genauso aussieht wie in jedem Dom. Dabei ähnelt der Stephansdom besonders dem Kölner Dom, mit dem Unterschied, dass die Österreicher es nicht geschafft haben, den zweiten Turm des Doms zu bauen.

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Im Stephansdom

Nach diesem Besuch, essen wir direkt in der Stadtmitte ein kleines Stück eines relativ teuren Kuchens mit einer Tasse eines noch teureren Cappucinos. Ungesättigt und mit dem schlechten Gewissen des unnötig Geld verprasst zu haben, aber trotzdem glücklich und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt. Dieser befindet sich beim U-Bahneingang des Westbahnhofs.

 

14:00 Uhr

Wir kommen also pünktlich an und wundern uns warum fast keine Leute aus unserem Kurs vorzufinden sind. Das Poblem: Es gibt zwei U-Bahneingänge. Nach kleineren Startschwierikeiten, fahren wir also mit der Straßenbahn in Richtung Bierbrauerei Ottakringer. Jeodoch kommen wir dort ca. 30 Minuten zu früh an, sodass in der Wartezeit jeder, aber wirklich jeder sich dazu entscheidet das WC im Shop der Brauerei auszutesten. Genau um 15:00 erscheint dann abermals ein junger, freundlicher Österreicher, um uns die Brauerei zu zeigen.

15:05 Uhr

Der Guide fängt also mit dem Erzählen über die Brauerei an, wobei wir ihm in einem Halbkreis aufgestellt aufmerksam zuhören. Die Ottakringer Brauerei ist ein Familienbetrieb, der 1837 gegründet worden ist. Sie ist mit rund 6% Marktanteil die zweitgrößte Brauerei in Österreich. Nach dieser Einführung begeben wir uns in ein Gebäude des Brauereigeländes, wobei unsere müden Beine viele Treppen überwinden müssen. Oben wird uns erklärt, dass Bier nur aus Wasser, Gerstenmalz  und Hopfen besteht, wobei das Wasser den größten Teil einnimmt und mit seiner Härte teilweise den Geschmack und die Qualität des Bieres bestimmt. Nach weiteren Informationen zur Zusammensetzung von Bier steigen wir die Treppen wieder runter, um uns verschiedene Bereiche der Brauerei anzuschauen. Beeindruckend sind dabei die riesigen Behälter, in denen bis zu 200.000 Tonnen der Mischung aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen aufbewahrt werden. Um so einen Behälter zu leeren, müsste man, wie der Guide erzählt, 50 Jahre lang jeden Tag eine Kiste und Sonntags zwei Kisten Bier trinken. In den Tanks gärt die Stammwürze mit Zugabe von Hefe vor sich hin, wobei die Hefe den Zucker zu Alkohol umwandelt.

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Riesige Behälter

Danach muss das noch nicht genießbare Bier gelagert werden. Im Keller der Brauerei sehen wir mehrere robuste Holzfässer, in denen diese Lagerung früher geschehen ist. Durch eine kleine Öffnung gehen mehrere Mitschüler und Mitschülerinnen wie die Arbeiter damals  in ein Fass rein. Wie wir bemerken ist dies für gut ernährte Personen nicht möglich.

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Nur ein Bruchteil von den Fässern die man früher hatte
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Im Inneren des Fasses (ich FASS es nicht)

Anschließend begeben wir uns zur Abfüllung des Bieres, wobei es zu einer Premiere kommt. Der Guide schafft es das erste Mal den Film zur Abfüllung zu starten. Doch das beste kommt bekanntlich zum Schluss. Am Ende steht die Verkostung der verschiedenen Biersorten an. Dies führt schon nach kurzer Zeit zum euphorisch exorbitanten Philosophieren über das genussvolle Aroma des göttlichen Gerstensaftes.

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Der Verkostungsraum

 

 

 

16:45 Uhr

Mit Abschluss der Verkostung ist auch das feste Programm für den heutigen Tag beendet, sodass wir uns dazu entscheiden den Tag im Bieradies, einem sehr empfehlenswerten Restaurant im Wiener Zentrum, ausklingen zu lassen. Dabei bestellt jeder unserer kleinen Gruppe selbstverständlich ein Schnitzel. Die Bedinung ist dabei natürlich wieder ein junger, freundlicher Österreicher, welcher mit uns noch ein paar Worte über Fussball austauscht. Leider ist der Kellner ein großer Bayern München Fan. Trotzdem ist das Schnitzel sehr deliziös, sodass wir uns glücklich und mit vollen Bäuchen Richtung Hostel bewegen. Dort verbringen wir noch einen ruhigen Abend bevor wir schlafen gehen.

 

 

 

 

 

 

Erster Tag in Wien

Reagenzgläser, Kohlenwasserstoffe und organische Säuren, all das haben wir hinter uns gelassen, in Rinteln, um eine einwöchige, abenteuerliche Reise nach Wien antreten zu können.

Flughafen Hannover, 04:40 Uhr
Nach langer Vorfreude auf unsere Kursfahrt, für deren Ziel Wien wir bereits ein Jahr im Voraus einstimmig abgestimmt haben, befinden wir uns nun endlich pünktlich am Flughafen in Hannover.

Flughafen Wien 08:30 Uhr
Nachdem wir um 7:05 Uhr los geflogen sind, setzt das Flugzeug plötzlich zu einer automatischen Landung an. Wir durchbrechen die Wolkenschicht und warten sehnsüchtig darauf, bei bestem Wetter die Landebahn zu erreichen. Doch auIMG_8074f einmal merken wir: die Landebahn befindet sich in den Wolken, oder besser gesagt die Wolken befinden sich auf der Landebahn. Entgegen unseren Erwartungen empfängt uns also dichter Wiener Nebel statt Sonnenschein.

U-Bahn 10:16 Uhr
Der Nebel hat sich dematerialisiert und nach einigen Orientierungsschwierigkeiten befinden wir uns in der U-Bahn und schließlich auch im Hostel und schaffen es dort sogar die Zimmer aufzuteilen.

Stephansplatz 11:30 Uhr
Wir fahren hungrig zum Stephansplatz und suchen etwas zu Essen. Aber das ist gar nicht so einfach, Pizza für 20 € ist zu teuer und so blieb uns nur noch die Möglichkeit zu McDonald’s zu gehen.

 

 

Stadtführung 14:00 Uhr

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Turm des Stephansdoms

Zum Glück bekommen wir nun die Möglichkeit Wien besser kennen zu lernen. Angefangen hat die Stadtführung am Stephansdom, welcher in Wien als Orientierungspunkt gilt. Leider war er nicht ganz zu sehen, denn der Stephansdom besteht aus Sandstein, welcher mit der Zeit schwarz wird und somit immer gesäubert werden muss und an vielen Stellen von Gerüsten umgeben ist. Außerdem hat der Stephansdom zwei Kirchtürme, von denen einer nur halb fertig ist, da der Baustil durch die lange Bauzeit nicht mehr modern war und man sich dazu entschied den Bau abzubrechen. In dem halben Kirchturm befindet sich die größte Glocke Österreichs, bekannt aus dem Fernsehen, weil sie zu Silvester und anderen besonderen Anlässen geläutet wird. Zu oft darf die Glocke aber nicht benutzt werden, denn durch die Schwingungen wird der Sandstein porös und es droht ein Zusammenbruch des Doms. Deshalb wird dieser Prozess verlangsamt.

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Wiener Pestsäule

Anschließend besichtigen wir einige der vielen Wohorte Mozarts. Über ruhige Hinterhöfe, stilvielfältige Häuser, bekannte Cafés und Konditoreien stehen wir schließlich vor der Wiener Pestsäule, die zum Dank Gottes für das Ende der Pest errichtet wurde.

Der Weg führt uns weiter zur Hofburg, in der die spanische Hofreitschule samt ihrer Pferde und das Sissi-Museum untergebracht sind. Außerdem beherbergt sie die Nationalbibliothek und eine Kirche.

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Hofburg

 
Aufgrund zahlreicher Fußbeschwerden kann die restliche Tour nur noch im Sitzen bewältigt werden. So neigt sich die Führung langsam dem Ende zu und wir fahren gut informiert zum Hostel zurück.

 

 

Hostel, 19:15 Uhr
Nach einer kurzen Schlafpause brechen wir nun zum Prater auf. Dort angekommen fahren einige von uns mit dem berühmten Wiener Riesenrad und können sich somit einen noch besseren Überblick über Wien verschaffen. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, die das Riesenrad bietet. Anstatt lediglich eine Rundfahrt zu machen, kann man auch ein Candle-Light-Dinner in einer Gondel genießen, was mit 300€-400€ unser Budget jedoch leicht überschreitet. Eher macht es den Anschein für den perfekten Ort für einen Heiratsantrag, wie Marius feststellt, der seinen eigenen gleich zu planen beginnt. Danach erkunden wir noch in kleinen Grüppchen den Platz und testen ein paar der vielen Karussels.

Prater 22:00 Uhr
Nach dem anstrengenden Tag fahren die Überbleibsel der Gruppe zurück zum Hostel und fallen mit Vorfreude auf den nächsten Tag, aber erschöpft ins Bett.

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Der müde Marius lässt den anstrengenden Tag am Wiener Prater ausklingen.